Es gewinnt nur der Pokerspieler, der es versteht, aus guten Karten
Kapital zu schlagen und die schlechten Karten rechtzeitig abzuwerfen. Dabei
spielen die Starthände natürlich das Fundament des Erfolges. Der Spieler
muss die einfache Wahrscheinlichkeitsrechnung jederzeit beherrschen, das
wird dem Anfänger leider erst recht spät klar. Die Gewinnwahrscheinlichkeit
ist das wichtigste Kriterium eine Starthand zu spielen bzw. im Spiel zu
bleiben. Das wird in der Taktik an Hand von Beispielen deutlich gemacht.
Spielt man in der Familie, wird man wie ich auch, Starthände spielen, die
man beim professionellen Pokern nicht spielen würde. Im privaten Kreis zählt
eher die Unterhaltung und der Spaß als das Gewinnen und das Geld verdienen.
Abgesehen davon wird jeder Pokerspieler nach einer gewissen Zeit seine zu
spielenden Starthände selber definieren, unabhängig von Tabellen und
Wahrscheinlichkeitsrechnungen.
Nachfolgende Beispiele sollen zeigen, was im professionellen Poker gute und
was schlechte Starthände sind.
Spielhäufigkeit
Als Anfänger ist man bestrebt, so viele Hände zu spielen, wie nur
möglich. Das liegt einerseits daran, dass der Beginner neugierig auf das
Spiel ist oder andererseits die Gewinnwahrscheinlichkeit der Handkarten noch
nicht einschätzen kann. Ein guter Pokerspieler spielt eine von 4 oder 5
Händen, also 20 - 25 %. So hoch ist nämlich im Ungefähren die
Wahrscheinlichkeit, dass man eine sehr gute oder eine gute Starthand im
Durchschnitt erhält. Spielen Sie also nicht jeden Mist, das wird auf Dauer
teuer.
Sehr gute Starthände
Mit diesen Starthänden sollten Sie in der ersten Wettrunde erhöhen.
Erstens wird der Pot dadurch größer und zweitens vermeiden Sie das Mitgehen
von Spielern mit schlechten oder mittelmäßigen Blättern, diese könnten Ihnen
später evtl. zum Verhängnis werden und Ihr sehr gutes Blatt wertlos machen.
Beispiele und weitere Tipps zum "Bad Beat" finden Sie in der
Strategie.
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Die beste Starthand überhaupt. AA sollten Sie in jedem Fall spielen,
die Gewinnwahrscheinlichkeit liegt bei ca. 35% |
 
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Diese beiden Starthände sind ebenfalls super und sollten gespielt
werden. |
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As König suited (von einer Farbe) ist ebenfalls stark |
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Die Gewinnwahrscheinlichkeit ist zwar geringer als bei AKs (das 's'
steht für suited = gleichfarbig), trotzdem kann diese Starthand als
SUPER bezeichnet werden |
Gute Starthände
Diese Starthände sollten Sie unbedingt spielen, eine Erhöhung ist
abhängig von der Action vor Ihnen.
 
 
 
 

oder
 

oder
 

oder
 
  |
Diese Karten sind nicht schlecht, aber auch nicht der Brüller.
Entgegen anderer Meinungen habe ich das Bubenpärchen hier und nicht
bei den sehr guten Starthänden erwähnt. Sie werden nach einer
gewissen Erfahrung wissen warum. |
Mittelmäßige Starthände
Diese Starthände kann man spielen, sofern vor Ihnen am Tisch noch kein
Krieg ausgebrochen ist.

bis
 

bis
 

bis
 

und
 
  |
So schlecht sehen sie nicht aus, die mittelmäßige Starthände, sind
aber nach der Gewinnwahrscheinlichkeit den beiden obigen Kategorien
unterlegen. |
Schlechte Starthände
Für diese Hände sollte man keinen Heller in die Mitte legen, das würde
auf Dauer einen Verlust bedeuten.

bis
 

bis
 

bis
 
und alle darunter |
Wer erfolgreich Pokern möchte, sollte diese Karten beiseite legen,
ausgenommen natürlich man ist der Big Blind und hat die Möglichkeit
den Flop ohne weiteren Einsatz zu sehen. |
Die schlechteste Starthand
Der Vollständigkeit halber zeige ich Ihnen noch die schlechteste
Starthand, die man beim Texas Holdem in der Hand halten kann. Werfen Sie
diese also umgehend ab.
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Mit diesen Karten können Sie in Texas Holdem nichts reißen,
höchstens einen Riesen Bluff starten.
Sie haben mit diesen Karten einfach die wenigsten Möglichkeiten, ein
gutes Blatt zu bilden. Flush ist unwahrscheinlich, Strasse ebenso,
kommt de 7 haben Sie nur die 2 als Kicker und umgedreht. |
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